Bei uns gelten sie als niedliche Haustiere mit Kulleraugen, in Peru/ Südamerika als eine Delikatesse: Meerschweinchen. Doch was sich in unseren Ohren als ekelig, schaurig und unvorstellbar anhört, gehört in Peru schon seit 4500 Jahren zum Alltag dazu.
Jährlich werden dort nämlich rund 65 Mio. Meerschweinchen verspeist! Sie gelten als eine Delikatesse, als ein wichtiger Eiweißlieferant und werden als Nutztiere gezüchtet, sind also nicht wie bei uns kleine und süße Haustiere. Seit fast 40 Jahren wird nun versucht, besonders große Exemplare zu züchten, was nun auch gelungen scheint. Normale Meerschweinchen wiegen um die 600 Gramm, die von Agrarwissenschaftlern neu gezüchteten Exemplare bringen 1 kg auf die Waage und sollen angeblich sogar noch besser schmecken und außerdem schneller wachsen, denn Bedarf ist da. Auch in den USA werden sie gegessen; ca. 1000 Meerschweinchen werden pro Woche exportiert.
Schon bei den Inkas wurden sie als Opfertiere benutzt und galten in der Medizin der Andenvölker als sehr wichtig.